SCHWIMMCLUB


Moret Triathlon - 30.08.2026

Zum Saisonfinale ging es für die beiden Regionalliga-Teams des SCO noch einmal nach Babenhausen zur Traditionsveranstaltung „Moret-Triathlon“, die bereits zum 42. Mal ausgetragen wurde.

v.l.n.r.: Claudia Richter, Nele Nieschlag, Michaela Krieger und Constanze Prümmer

Für die Regionalliga hieß die Aufgabe am Sonntag „Teamsprint“, was bedeutet, dass das Team den Wettkampf gemeinsam bestreiten muss und nicht jede/r in seinem/ihrem eigenen Tempo. Die Herausforderung für die meisten Vereine besteht in der Zusammenstellung von Starter*innen, die in allen Disziplinen eine ähnliche Kragenweite haben, so dass man in Summe das beste Ergebnis erzielt. Die Vorbereitungen sind daher oft geprägt von gemeinsamen Trainingseinheiten und taktischen Überlegungen, sofern man über eine Auswahl an Athlet*innen verfügt.

Für die Damen des SCO war die Auswahl eher begrenzt. Auch für gemeinsame Trainingseinheiten blieb keine Zeit. Kurzfristig kam es noch zu einem schmerzhaften Ausfall, so dass zwei Tage vor dem Wettkampf nur noch drei von vier möglichen Startplätzen fest vergeben waren. Nele Nieschlag, Michaela Krieger und Constanze Prümmer waren bereit. Ersatzfrau Claudia Richter war in der Zwischenzeit eigentlich fest für einen Helfereinsatz beim Heimrennen dem RunSwimRepeat in Oberursel verplant. Außerdem stecke ihr noch eine äußerst anspruchsvolle Mitteldistanz in den Knochen. Eine Woche zuvor war Claudia beim Allgäu Triathlon gestartet, durchaus erfolgreich mit einem 2. Platz in der Altersklasse. Auch Michi hatte in der Woche davor eine Mitteldistanz bestritten (Ironman 70.3 Leipzig) und Constanze einen Tag vor Moret ein Langstreckenschwimmen in Kopenhagen. Wie frisch die SCOlerinnen das Saisonfinale würden bestreiten können, blieb ungewiss.

Samstagabend stellte sich heraus, dass auf der vorgesehenen Helferposition beim RunSwimRepeat genügend Leute bereit wären und Claudia theoretisch mit dem RL-Team starten könnte. Trotzdem begann die Rechnerei, da die mit Abstand langsamste Schwimmerin im Quartett das Team bei der ersten Disziplin ausbremsen würde. Als passable Läuferin könnte sich jedoch bei der Abschluss-Disziplin wiederum ein Vorteil ergeben, da nur drei Damen für die Wertung zeitgleich ins Ziel kommen müssen und die Vierte in ihrem Tempo den Wettkampf beenden kann. Bei einer Schwimmstrecke von 500 m laut Ausschreibung, wurde nach intensiver Abwägung entschieden, die alte Bleiente mitzunehmen ;-)

Die Überraschung folgte beim Schwimmstart. Beim Blick in den stürmisch aufgewühlten See fielen die recht weit auseinander rumdümpelnden Bojen auf. Wie 500 m sah das nicht aus. … war es auch nicht. Kurz vor dem Start wurde verkündet, dass die Schwimmstrecke 750 m lang sei, wie es eigentlich für eine Sprintdistanz oft üblich ist. Für taktische Umstellungen blieb nun keine Zeit mehr. Vier Oberurselerinnen standen mit pinker Badekappe und Schwimmbrille bewaffnet am Strand.

Das Schwimmen wurde für alle zur Herausforderung, die Schwimmzeiten waren alle deutlich langsamer als man dies bei einer 750 m langen Strecke vermuten sollte.

Michaela Krieger kam am besten zurecht und stürmte als erste des ganzen Regionalliga-Damenfeldes nach 13:53 Minuten aus dem Wasser. Beim Wechsel konnte sie sich reichlich Zeit lassen, da das Team nur vollständig auf die Radstrecke gehen durfte. Nele Nieschlag folgte nach 14:32, Constanze Prümmer nach 15:05 Minuten. Den schnellsten ersten Wechsel im Ligafeld produzierte dann die Bleiente, die erst nach 16:40 Minuten (nicht als letzte im Feld) endlich aus dem Wasser kam.

Auf dem Rad arbeitete das Team trotz des fehlenden gemeinsamen Trainings hervorragend zusammen und wechselte regelmäßig die Führung. Vor allem Michi machte richtig Druck. Das Radfahren war aufgrund des stürmischen Windes trotz der flachen Strecken anspruchsvoll. Dass in der einen Richtung Geschwindigkeiten von über 50 km/h auf dem Tacho erschienen, zeugte von einer guten Radperformance aber auch von ordentlich Mitwind 😉. Bald hatte man das Team aus Gießen überholt und sich auf Position vier vorgearbeitet. Wie der Blick in die Ergebnisliste später verriet, hatten drei Mannschaften (im Ziel Platz 2-4) die gleichen Radzeiten von rund 36:30 Minuten für die 21 km lange Wendpunktstrecke. Lediglich die Siegerinnen aus Mainz waren eine Minute schneller.

Der Wechsel gelang reibungslos. In Laufschuhen wurde Nele zum zuverlässigen Tempomat. Kontrolliert wurde die Verfolgung aufgenommen. Michi schicket Nele, Claudi und Constanze bald davon. Die drei versuchten alles, um den Rückstand auf Platz 3 zu verringern. Da aber auch die Teams weiter vorne ähnlich stark zu Werke gingen, blieb der Rückstand aufs Podium konstant bei rund 30 Sekunden. Nach 1:17:09 Stunden stürmten die drei ins Ziel (Laufzeit 22:25 Minuten). Michi folgte routiniert rund 2 Minuten später. Es siegte TCEC Mainz vor EOSC Offenbach und TuS Griesheim.

Platz Vier in der Tageswertung bescherte den SCOlerinnen am Ende auch Platz Vier in der Endabrechnung der Saison 2026. Mit diesem Ergebnis hätte man zu Beginn der Saison nicht gerechnet. Der Klassenerhalt wurde wider Erwarten sehr souverän gemeistert 😊.

 

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